Mini-Notebook HP 2133
Kleines feines Subnotebook HP 2133 ohne Windo** aber mit UNIX
Neidisch blickte ich schon mehrmals auf gewisse Besitzer eines Asus EEEEEEEEEE PC (hier hat es noch diverse Detailfotos inkl. Vergleich mit dem Asus Eee PC). Mangels Zaschter durfte dieses Spielzeug aber nicht in meine Sammlung eintretten (mann spart ja für das neue iPhone 2.0).
Trotzdem hatte ich gestern und heute das Vergnügen einen anderen Vertreter der Subnoteboobklasse auszutesten (Danke HPV).
Schon der erste optische Eindruck ist hervorragend, kein “billiges” schwarzes Kunstgehäuse ala ASUS, sondern eine schöne silbermetalick schimmernde Verpackung.
Eine kleine grünrote Etikette entlockte mir aber gleich ein erstes Schmunzeln. SUSE Linux Enterprise von Novell ist vorinstalliert. Naja ist schon lange her meine SUSE-Zeit (war noch zu Zeiten von 4.3 und Yast 1.0), aber lassen wir uns mal überraschen.
Ein sanftes anscheiben des PowerON Schiebers lässt deutlich die 120GB Festplatte anspringen und liefert prompt den BIOS Prompt (F9 für Bootdevice) .Recht zügig startet der Bootvorgang, so schnell das ich am Anfang nicht die Möglichkeit hatte den Savemode auszuwählen. Ist aber schnell im Grub geändert (/boot/grub/menu.lst = timeout=10). Arghhhl Würgelll Grummmschel, das vorinstallierte SUSE ist recht lieblos aufgesetzt. Die grafische Oberfläche wurde auf 1024×600 eingestellt. Obwohl das kleine Display bis zu 1280×768 schafft.
Der erste Stolperstein war aber der Netzzugang. An der BBB werden alle Netzzugriffe mittels 802.1x über Kabel, vor unberechtigtem Zugriff abgeschottet. So musste ein funktionnierender wpa_supplicant benutzt werden. Sollte auch kein Problem sein, wurde schon X-Mal von mir eingerichtet. Aber SUSE oder meiner Dummheit sei Dank, war dies ein weniger glückliches Unterfangen. Sollte es jemals jemanden interessieren, kann ich darüber gerne Auskunft geben: z.B. ein sauberes erneuern der IP funktionnierte unter Schrümmel-SUSE nur mit
dhcpcd -k eth0
dhcpcd -n eth0
Es funktionnierte mal und mal wieder nicht….. Jedenfalls konnte ich dem Besitzer HPV diese unzuverlässige Installation nicht zumuten. Hier noch der Beweiss das ich es wirklich zeitweise hinbekommen habe.
Als eingefleischter Debian/Ubuntu-User wusste ich, das ab Ubuntu 8.04 eine einfache GUI-bassierende Anmeldung möglich war. So konnte ich das scripten und das extrem komplizierte (für nicht promovierte, nicht ETH-Abgänger) Konsolenturnen beiseite lassen.
Ich hatte zwei Möglichkeiten.
- Ubuntu 8.04 Desktop anpassen von Hand
- MinBUNTU ohne OpenOffice aber mit 3d-via Treiber
Ich entschied mich für den Standard Ubuntu-Weg. Die Webseite der MinBUNTU Distribution ist noch im Aufbau und allgemein hatte es sehr spärliche Informationen darüber.
Für eine Installation mit der grafischen Oberfläche ist noch ein zusätzlicher Startparameter nötig:
xforcevesa
Muss mittels F6 bei der Ubuntu-Installation eingegeben werden. Sonst hört man die bekannte Ubuntumelodie aber sieht nichts
.
Mehr oder weniger “Ratz Fatz” ging die Installation von dannen und während es installierte konnte ich bereits den 802.1x Zugang mit der GUI testen und es lief auf Anhieb.
Kurz und bündig. Solltet ihr das Glück oder die Moneten für dieses HP 2133 aufbringen, lohnt sich eine Neuinstallation mit Ubuntu.